Perathoner & Pfefferl

Neben dem Arzt, der versehentlich ein Betäubungsmittel verschreibt, ohne dabei ein Betäubungsmittelrezept zu verwenden (ja das passiert tatsächlich trotz Warnung der EDV immer wieder) sind Substitutionsärzte die gefährdetsten. Nach § 29 Abs. 1 Nr. 6 BtMG macht sich ein Arzt dann strafbar, wenn er ohne Handlungsalternativen geprüft zu haben und ohne Indikationsstellung Betäubungsmittel (BtM) verschreibt. Gerade die BtMVV (Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung) hält große Stolpersteine wie zum Beispiel die Höchstmengenüberschreitung (ohne den Buchstaben A auf das Rezept zu schreiben) oder die Reichdauerüberschreitung bereit. Generell passiert es recht häufig, dass die vorgeschriebenen Kennzeichnungen der Betäubungsmittelrezepte mit den Buchstaben A, S,N,Z, und K vergessen werden oder Dokumentationspflichten verletzt werden. Auch die Take-Home-Mitgabe durch den Arzt  stellt ein Verstoß gegen das AMG dar, der strafbewehrt ist.